Blick auf Hugsweier mit Kirchturm

DORV-Zentrum

Im September 2015 hatten die Ortsverwaltung Hugsweier, die "Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung der Strukturen" (SPES) und das Stadtplanungsamt zu einem Bürgerforum in die Schutterlindenberghalle in Hugsweier eingeladen. Die Frage der Zukunftsfähigkeit des Stadtteils sollte unter dem Aspekt der Stärkung der Lebensqualität beleuchtet werden.

In der gut besuchten Schutterlindenberghalle erläuterte Jürgen Lauten von der SPES, das Modell DORV. Lebensmittel, Dienstleistung, Soziales + Medizin, Kommunikation, Kultur sind die fünf Säulen, die in einem DORV-Zentrum als Treffpunkt im Ort in unterschiedlicher Weise angeboten werden könnten.

Das Bild zeigt das DORV-Team. Zu sehen sind von links Martina Enneking, Peter Winkels, Gabriele Melcher, Petra Aeugle-Singer, Carola Iserhot, Heinz Singer, Claudia Möllinger, Markus Braun, Monika Schalk, Herbert König, Claudia Künstle, Heiko Ruder.
Bilden das DORV-Team (von links): Martina Enneking, Peter Winkels, Gabriele Melcher, Petra Aeugle-Singer, Carola Iserhot, Heinz Singer, Claudia Möllinger, Markus Braun, Monika Schalk, Herbert König, Claudia Künstle, Heiko Ruder

Dabei geht es nicht um ein vorgefertigtes Modell, das dem Stadtteil übergestülpt werden soll. Vielmehr werden die Kernfragen "Wie kann die Lebensqualität in Hugsweier gefördert werden?", "Wie kann angesichts der demografischen Entwicklung die Nahversorgung für alle Altersgruppen gesichert werden?", "Wenn immer mehr Infrastruktur wegfällt, wie kann der Schwächung des kulturellen und sozialen Zusammenhaltes entgegengewirkt werden?" untersucht und in einem mehrjährigen Prozess Konzepte erarbeitet, die in ein DORV-Zentrum münden können. Die breite Unterstützung der Bevölkerung im Stadtteil und die Bereitschaft an der Entwicklung des DORV-Projekts aktiv mitzuarbeiten, sind Voraussetzung bei der Initiierung eines DORV-Zentrums.

Eine Gruppe von zwölf engagierten Bürgern aus Hugsweier hat mittlerweile ein DORV-Team gebildet und mit unterschiedlichen Aktionen, die Wünsche und Vorstellungen der Hugsweierer gesammelt. Ein Treffen des Teams mit interessierten Bürgern im Juni 2016, eine Fragebogen-Aktion im Juli 2016 und deren Auswertung im August 2016 trugen dazu bei herauszufinden, wie die Hugsweierer sich ihre Zukunft im Stadtteil vorstellen. Der Rücklauf der anonym ausgefüllten Fragebögen war aussagekräftig und die Einstellung zu einem möglichen DORV-Laden sehr positiv. Zusätzlich wurden viele Anregungen gegeben, um Hugsweier noch lebens- und liebenswerter zu machen. Das Ergebnis der Befragung und welche nächsten Schritte das DORV-Projektteam daraus ableitet, wurden bei ein weiteren Bürgerinformationsveranstaltung am 23. November 2016 in der Schutterlindenberghalle  vorgestellt. Zudem wurde dabei vom Besuch des erfolgreichen DORV-Zentrums in Bühl-Eisental berichtet, zu dem die Hugsweierer am 28. Oktober 2016 eingeladen waren. Bilder von dort gaben eine Vorstellung, wie ein Lebensmittelfachgeschäft mit Dienstleistungsangebot aussehen könnte.

Dabei wurde eins erneut klar: Ein Projekt für Alle funktioniert nur, wenn die Hugsweierer Bürgerschaft ihr DORV-Zentrum zu ihrer eigenen Sache macht.

Wer Anregungen hat oder das DORV-Team unterstützen möchte, kann sich per E-Mail dorv.hugsweier@gmail.com melden.